
Erster Europa-Talk im Bürgersaal Achern – Ein voller Erfolg!
Schüler moderieren neues Talk-Format mit Top-Gästen zum Thema »KI und Europa – überholen uns die USA und China?«
Die erste Runde des neuen Talk-Formats der »Europa-Union Achern und Umland« startete im Rathaus am Markt. Viele – vor allem junge Gäste – strömten in den Bürgersaal.
Matthias Neuburger, der 1. Vorsitzende der Europa-Union Achern und Umland, begrüßte die ca. 90 Diskussionsteilnehmer. Er stellte kurz die Europa-Union und die geladenen Experten in Sachen KI vor. Mit der Präsentation eines KI generierten Posters zum Thema übergab er die Leitung des Abends an die jungen Moderationstalente.
Hochkarätiger hätten die Gäste nicht sein können.
Stefan Bock vom Softwareriesen SAP (links) und Prof. Dr. Volker Sänger von der Hochschule Offenburg beantworteten als Top-Insider die Fragen.
Mit vielen Fallbeispielen aus Praxis und Lehre zeichneten sie ein Rundumbild der gegenwärtigen Herausforderung und KI-Thematik.
Die Schüler der Kursstufe des Gymnasiums Achern und des Lender Gymnasiums Sasbach erarbeiteten im Vorfeld zusammen einen Fragen-Katalog. Dieser musste drastisch gekürzt werden, denn, »Das Interesse war groß und die Ideen sprudelten.«, resümierte Dr. Inan Yesigül, Lehrer am Gymnasium Achern und Vorstandsmitglied der Europa-Union Achern und Umland.
Die Moderation wurde komplett von Schülern übernommen.
Johannes Zimny, Tom Sasse und Marcel Zeitvogel führten locker und gekonnt durch den Abend, als wenn sie das jeden Tag machen würden. Die Fragen zur KI teilten sie in drei Blöcke: Einmal zu sozialen Aspekten, zweitens zu wirtschaftlichen Fragen und der dritte Frageblock drehte sich um Sicherheitsaspekte …
»KI macht dumm, wenn sie unkritisch nur benutzt wird, ohne die Resultate kritisch zu hinterfragen.«, postulierte Prof. Dr. Volker Sänger. Er betonte, „Wir Europäer sind nach wir vor führend in der Welt. Wir haben die besten ausgebildeten Fachleute und ein riesiges Potential an Knowhow. Es kommt auf die Menschen an, wie sie der KI vertrauen und wie sie diese verwenden.“
Beide Experten stellten heraus, dass das Nutzerverhalten eine kolossale Rolle für dieses Rennen und unsere Sicherheit spielt. Selbstlernende neuronale Netze seien die Grundlage von KI. Wem geben wir unsere Daten? Je mehr Daten ein System zur Verfügung gestellt bekommt, desto besser kann es werden. Jede Verwendung nichteuropäischer Suchmaschinen und KI-Anwendungen schwächt Europa und machen unsere Wettbewerber stärker. Als Alternative zu den amerikanischen und chinesischen Datenbanken wurde das europäische KI-Tool Mistral aus Frankreich von beiden Experten empfohlen. Es sei fast genau so gut wie ChatGPT, aber hielte sich an europäische Datenschutzbestimmungen.
Die große Klammer beider Experten war ein Plädoyer an die Zuhörer, die Anwendung und Nutzung von KI im Alltag als Herausforderung und eine große Zukunftschance für neue Entwicklungen.
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